Wie lange hält ein E-Bike-Akku?
Ein Lithium-Ionen-Akku im E-Bike hält laut ADAC etwa 1000 Ladezyklen. Wie viele Jahre daraus werden, hängt davon ab, wie oft du ihn auflädst und wie du mit ihm umgehst. Wer ihn im empfohlenen Ladebereich hält, bei Frost nicht draußen stehen lässt und zum Überwintern nach Herstellerangabe lagert, holt mehr aus ihm heraus.
Hier geht es um Lebensdauer und Pflege, nicht darum, wie weit du mit einer Ladung kommst. Unten erfährst du, was 1000 Zyklen bedeuten, wie du richtig auflädst und lagerst und welche Akkus die Modelle aus unseren E-Bikes haben.
Was bedeuten 1000 Ladezyklen?
Lithium-Ionen-Akkus überzeugen laut ADAC mit geringem Gewicht, kurzer Ladezeit und einer Lebensdauer von etwa 1000 Ladezyklen.
Daraus folgt eine einfache Überlegung: Für dieselbe Strecke lädst du einen großen Akku seltener auf als einen kleinen. Mit den 960 Wattstunden (Wh), die JOBOBIKE für das Robin Pro nennt, sammelst du auf deinem Arbeitsweg also langsamer Zyklen als mit den 360 Wh, die ENGWE für das Mapfour N1 Air angibt.
Kann ein E-Bike-Akku 10 Jahre halten?
Eine feste Jahreszahl nennt der ADAC nicht, er rechnet in Zyklen. Ob du auf zehn Jahre kommst, entscheidet sich daran, wie oft du auflädst und wie du den Akku behandelst.
Wie viele Jahre das sind, hängt also davon ab, wie oft du lädst: Wer täglich pendelt und jeden Abend lädt, kommt schneller an die Grenze als jemand, der nur am Wochenende fährt. Wie sorgsam du mit dem Akku umgehst, entscheidet mit, wie lange er durchhält.
Wie lädst du den Akku schonend auf?
Der ideale Ladezustand liegt laut ADAC je nach Hersteller zwischen 20 und 80 Prozent. Was für deinen Akku gilt, steht in der Bedienungsanleitung. Nach dem Aufladen trennst du ihn vom Ladegerät.
Bei Kälte lädst du ihn nicht draußen am Rad auf. Kommt er aus der Kälte, warte mit dem Aufladen, bis sich seine Temperatur angepasst hat. Und fahr ihn nicht regelmäßig bis auf null: Eine Tiefenentladung schädigt den Akku.
Akku richtig lagern
Fährst du ein paar Monate nicht, lagere den Akku getrennt vom Ladegerät bei 5 bis 20 Grad Celsius. Manche Hersteller, etwa Bosch, empfehlen vor dem Einlagern einen Ladestand von 30 bis 60 Prozent. Der ADAC betont: Halte dich an die Vorgaben deines Herstellers.
Ganz vergessen solltest du ihn in der Pause nicht. Der ADAC rät zu einer kurzen Auffrischungsladung von etwa einer Stunde, jeden Monat bis alle drei Monate.
Herausnehmbar oder fest verbaut?
Für die Pflege ist ein Akku praktisch, den du mitnehmen kannst. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt rät der ADAC, ihn beim Parken abzunehmen und in einem Raum mit Zimmertemperatur aufzubewahren.
Ob sich der Akku abnehmen lässt und wie das geht, ist von Modell zu Modell verschieden. Das steht in der Anleitung deines Rads. Prüf es am besten vor dem Kauf, wenn du das Rad im Winter draußen abstellst.
Wattstunden: so liest du die Akku-Angabe
Die Kapazität in Wattstunden ist Volt mal Amperestunden. Aus 36 Volt und 15 Amperestunden werden 540 Wh. So sehen die Akkus von sechs Modellen unter diesem Artikel laut Hersteller aus:
- ENGWE Mapfour N1 Air mit 360 Wh (36 V, 10 Ah)
- Vogue Prestige mit 522 Wh (14,5 Ah)
- JOBOBIKE Ace Pro und JOBOBIKE Astra mit je 540 Wh (36 V, 15 Ah)
- ENGWE O20 Boost mit 720 Wh (48 V, 15 Ah)
- JOBOBIKE Robin Pro mit 960 Wh (48 V, 20 Ah)
Was tun, wenn der Akku nachlässt?
Ist der Akku unterwegs leer, kannst du das E-Bike laut ADAC immer noch mit Muskelkraft bewegen. Muss er irgendwann ersetzt werden, nimm keinen beliebigen Akku. Pedelecs fallen laut ADFC unter die Maschinenrichtlinie: Ein Ersatzteil muss baugleich oder vom Hersteller freigegeben sein.
Welches Fatbike passt zu dir?
Vergleiche die Modelle unten. Aktuelle Infos findest du auf der jeweiligen Produktseite.
JOBOBIKE Ace Pro: 540 Wh, klappbar
Der Akku hat laut JOBOBIKE 540 Wh (36 V, 15 Ah). Das Rad ist klappbar, wiegt 24 Kilo und bremst mit hydraulischen Tektro-Scheibenbremsen. Fährst du weite Strecken, lädst du öfter auf als bei einem größeren Akku und sammelst schneller Zyklen.
JOBOBIKE Ace Pro – Schwarz
540 Wh Akku, klappbar.
1.249 €
Produkt ansehenENGWE P275 SE: 27,5 Zoll, rund 24 Kilo
Laut ENGWE ein 250-Watt-Motor, Reifen mit 27,5 x 1,95 Zoll und hydraulische Scheibenbremsen mit 160-mm-Scheiben, bei rund 24 Kilo Gewicht. Für die Akkupflege gilt dasselbe wie oben: Ladebereich laut Anleitung, bei Frost nicht draußen lassen.
ENGWE P275 SE, Grau
27,5 Zoll, rund 24 Kilo.
1.249 €1.649 €
JOBOBIKE Astra: 540 Wh und Mittelmotor
Der Akku hat laut JOBOBIKE 540 Wh (36 V, 15 Ah). Dazu ein Mittelmotor mit 45 Nm und Drehmomentsensor, hydraulische Scheibenbremsen und eine Federgabel mit Lockout. Das Rad wiegt rund 30 Kilo.
JOBOBIKE Astra, Schwarz
540 Wh, Mittelmotor.
1.549 €
Produkt ansehenJOBOBIKE Robin Pro: 960 Wh
Laut JOBOBIKE 960 Wh (48 V, 20 Ah): Für dieselbe Strecke lädst du ihn seltener auf als einen kleinen Akku und sammelst langsamer Zyklen. Dazu 26 x 4,0 Zoll Reifen, Federgabel und gefederte Sattelstütze. Der Nachteil: rund 35 Kilo Gewicht.
JOBOBIKE Robin Pro, Schwarz-Blau
Großer Akku mit 960 Wh.
1.649 €
Produkt ansehen