Gibt es eine Helmpflicht für E-Bikes?

Für Pedelecs bis 25 km/h gibt es in Deutschland keine Helmpflicht. Anders bei S-Pedelecs bis 45 km/h und bei E-Bikes, die per Gasgriff ohne Treten fahren: Sie gelten als Kraftfahrzeuge, und du musst einen geeigneten Helm tragen. Der ADAC empfiehlt den Fahrradhelm trotzdem auf jeder Fahrt, unabhängig von Tempo und Strecke.

Welcher Fall auf dein Rad zutrifft, entscheidet der Motor. Unten steht, wo die Grenze liegt, was ohne Helm bei einem Unfall gilt und wann ein Helm ausgedient hat. Die Räder unter dem Text kommen aus unseren E-Bikes.

Ist beim E-Bike fahren Helmpflicht?

Beim Pedelec nicht. Ein Pedelec hilft nur, wenn du trittst, mit höchstens 250 Watt Nenndauerleistung und bis 25 km/h. Rechtlich gelten dafür die Vorschriften für Fahrräder (§ 1 Abs. 3 StVG), und für Radfahrende gibt es derzeit keine gesetzliche Helmpflicht.

Den Schutzhelm schreibt § 21a Abs. 2 StVO für Krafträder vor, die bauartbedingt schneller als 20 km/h fahren. Ein Pedelec ist kein Kraftfahrzeug. Der ADAC sagt es ausdrücklich: Für Pedelecs bis 25 km/h besteht keine Helmpflicht.

Gilt 2026 eine Helmpflicht für Fahrradfahrer?

Nein. Stand der ADAC-Seite vom 29. Juli 2026: Derzeit besteht in Deutschland keine gesetzliche Helmpflicht für Radfahrende. Das gilt für normale Räder und für Pedelecs gleichermaßen.

S-Pedelec: Helm wie auf dem Motorrad

S-Pedelecs unterstützen beim Treten bis 45 km/h. Damit sind sie Kraftfahrzeuge, und laut ADAC musst du darauf wie beim Motorradfahren einen geeigneten Helm tragen. Wer ein S-Pedelec fährt, braucht außerdem Klasse AM und ein Versicherungskennzeichen.

E-Bike mit Gasgriff: Helm für Krafträder

Beim Pedelec darf der Motor ohne Treten nur als Anfahr- oder Schiebehilfe bis 6 km/h arbeiten. Fährt dein E-Bike per Gasgriff ohne Treten bis 25 km/h, ist es laut ADAC in der Regel ein Mofa. Dann ist ein geeigneter Helm für Krafträder Pflicht. Schafft es ohne Treten bis 45 km/h, entspricht es einem Kleinkraftrad, und auch hier gilt Helmpflicht.

E-Bike oder Pedelec: woran erkennst du, was für dich gilt?

Im Alltag heißt fast alles E-Bike. Im Gesetz sind weder E-Bike noch Pedelec eindeutig definiert, schreibt der ADAC, und wer ein E-Bike kauft, hat in den meisten Fällen ein Pedelec bis 25 km/h. Für die Helmfrage zählen zwei Punkte: Schiebt der Motor auch ohne Treten an, über die 6 km/h der Anfahrhilfe hinaus? Und bis zu welchem Tempo hilft er? Beides sollte in der Produktbeschreibung stehen.

Für das Pedelec rät der ADAC zu einem geprüften Fahrradhelm. Ob ein bestimmter Helm für ein S-Pedelec als geeignet gilt, klärst du am besten vor dem Kauf beim Helmhersteller.

Ohne Helm verunglückt: trägst du eine Mitschuld?

Beim normalen Radfahren in der Regel nicht. Weil es keine Helmpflicht gibt, trägt jemand ohne Helm laut ADAC bei einem Unfall kein Mitverschulden an einer Kopfverletzung.

Beim sportlichen Fahren, etwa auf dem Rennrad oder dem Mountainbike, kann das anders aussehen. Dort kann die Betroffenen laut ADAC eine Mitschuld treffen, wenn sie keinen Helm tragen.

Vielleicht hast du gelesen, dass E-Bike-Fahrer ohne Helm eine Mitschuld tragen. Diese Meldung kommt aus Österreich: Dort hat der Oberste Gerichtshof (OGH) am 17. April 2025 entschieden, dass E-Bike-Fahrende ohne Helm sich bei einer Kopfverletzung ein Mitverschulden anrechnen lassen müssen, auch wenn ein anderer den Unfall verursacht hat. Für Deutschland gilt die oben beschriebene Linie des ADAC.

Wie viele Pedelec-Fahrer tragen einen Helm?

Mehr als die Hälfte. 2025 lag die Helmquote bei Pedelec-Fahrenden laut ADAC bei 54,9 Prozent. Bei Menschen auf herkömmlichen Rädern waren es 28,9 Prozent.

Und Kinder, die im Kindersitz oder im Anhänger mitfahren? Der ADAC rät, dass sie immer einen Fahrradhelm tragen und angegurtet sind.

Wann ein Helm ausgedient hat

TÜV und ADAC empfehlen, einen Helm nach fünf Jahren auszumustern. Nach einem Sturz ist er zu entsorgen und zu ersetzen. Ein Helm, der seit Jahren im Keller liegt, ist also keine gute Wahl für die erste Fahrt mit dem neuen Pedelec.

Welches Fatbike passt zu dir?

Vergleiche die Modelle unten. Aktuelle Infos findest du auf der jeweiligen Produktseite.

JOBOBIKE Ace Pro: hydraulische Tektro-Bremsen

Laut JOBOBIKE bremst das Ace Pro mit hydraulischen Tektro-Scheibenbremsen. Es ist klappbar, wiegt 24 Kilo und rollt auf Reifen in 20 x 2,125 Zoll mit Zoom-Federgabel. Der Nabenmotor hat 250 W und 45 Nm. Zuladung bis 120 kg.

ENGWE P275 SE: hydraulisch gebremst auf 27,5 Zoll

Laut ENGWE hydraulische Scheibenbremsen mit 160-mm-Scheiben, Reifen in 27,5 x 1,95 Zoll und ein 250-W-Motor. Rund 24 Kilo, zulässiges Gesamtgewicht 120 kg.

JOBOBIKE Astra: 180-mm-Bremsscheiben

Laut JOBOBIKE hydraulische GEMMA-Scheibenbremsen mit 180-mm-Scheiben und eine Federgabel mit Lockout. Der 250-W-Mittelmotor hat 45 Nm und einen Drehmomentsensor, der Akku 540 Wh. Rund 30 Kilo.

JOBOBIKE Robin Pro: Fatbike-Reifen, 180-mm-Scheiben

Laut JOBOBIKE hydraulische Tektro-Scheibenbremsen mit 180-mm-Scheiben und CST-Reifen in 26 x 4,0 Zoll. Gefedert sind Gabel und Sattelstütze. Bafang-Hinterradmotor mit 250 W und 80 Nm, Akku mit 960 Wh, rund 35 Kilo.

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